Vegane Fruchtgummis | Valentinstag – Traditionen & Bräuche weltweit

 

An all die Schokoladenhasser (ja, es soll sie auch zu meinem Entsetzen tatsächlich geben) und all die Fruchtgummi-Liebhaber, all Ihr Valentinstags-Fans und all die Gegner: dieses Rezept ist für Euch alle. Hier kommen vier köstliche Varianten von veganem Fruchtgummi, das schon in wenigen Minuten verputzt werden kann. Ob süß oder sauer – für jeden Geschmack ist etwas dabei.

Auch wenn Deutschland für Gummibärchen bekannt ist, habe ich anlässlich des bevorstehenden Tages der Liebe beschlossen, Herzchen zu formen. Und ja, natürlich sind sie pink und rot!

Ob man den Tag nun mag oder nicht, ich finde, es ist immer eine gute Idee, Zeit in etwas Selbstgemachtes zu investieren, um Menschen, die einem wichtig sind, das auch zu zeigen. Ich meine, gibt es eine bessere Möglichkeit seine Liebe oder Wertschätzung (natürlich auch sich selbst gegenüber #selbstliebe ;-)) auszudrücken, indem man etwas schenkt, das sündhaft schmeckt und dabei auch noch gut für einen ist? Eben!

Für diejenigen, die es interessiert, wie der Tag in anderen Kulturen gefeiert wird, habe ich meine Erfahrungen aus einigen Ländern weiter unten zusammengefasst.

Wer rein gar nichts mit diesem Tag anfangen kann, kommt hier direkt zum Rezept (oder könnte nach Saudi Arabien, wo der Tag verboten ist oder Brasilien, wo die Leute  mit ihren Karnevalsfeierlichkeiten beschäftigt sind).

USA & Großbritannien

Unter all den Ländern weltweit, sind wohl die USA am bekanntesten dafür, den Valentinstag ausgiebig zu feiern. Amerikaner nutzen diesen sehr beliebten Tag, um sich zu zeigen, wie gern sie einander haben. Früher ging es hauptsächlich um Schokolade und Blumen – dabei vor allem rote Rosen – (später auch Schmuck), die Männer ihrer Angebeteten schenkten. Heutzutage wird der Brauch nicht nur in romantischen Beziehungen gelebt, sondern auch unter Freunden, Familienmitgliedern oder generell Leuten, die sich nahe stehen. Er dient also auch der Wertschätzung von Freundschaften und dem Verschenken von platonischen Grußkarten.

Deutschland

In Deutschland dient der Valentinstag vor allem dazu die romantische Liebesbeziehung zu feiern. Während der Tag sich einer immer größer werdenden Beliebtheit erfreut, Paare Zeit miteinander verbringen oder sich gegenseitig beschenken, gibt es auch eine Gegenbewegung. Die eher prosaischen Valentinsgegner schimpfen über den Tag und sehen ihn als reine Erfindung der Pralinen- und Blumenindustrie. Doch statt diesen Tag einfach zu ignorieren, werden Anit-Valentinstags-Partys veranstaltet oder Anti-Valentinstags-Karten verschenkt (kein Scherz!). Somit unterstützen die Gegner des Tages wohl andere Branchen, wenn auch nicht die Pralinen- und Blumenindustrie.

Saudi Arabien

Während der Valentinstag in liberaleren arabischen Ländern wie Ägypten und Jordanien zunehmend akzeptiert wird und sogar als boomendes Geschäft gilt, ist in Saudi Arabien Vorsicht geboten. Hier ist der Tag der Liebenden verboten. Kein Scherz: es droht sogar Gefängnisstrafe. In einem Land, in dem Männer und Frauen in öffentlichen Einrichtungen wie Schulen und Restaurants noch immer strikt getrennt werden, verwundert dies eigentlich nicht. Absurd ist aber wohl, dass sogar die Farbe rot an diesem Tag verboten ist. Weder dürfen rote Kleidungsstücke getragen werden, noch dürfen Restaurants ihre Tische mit roten Rosen oder Kerzen dekorieren.

Südkorea & Japan

Im Gegensatz zu Saudi Arabien herrscht in Japan eine strikte Geschlechtertrennung nur, wenn es um Valentinsbräuche geht. Am 14. Februar schenken Frauen all den Männern, die ihnen Nahe stehen, Schokolade – der feste Freund ebenso wie männliche Arbeitskollegen oder Freunde. Am 14. März revanchieren sich die Männer dann bei all den Frauen, von denen sie einen Monat zuvor beschenkt wurden. Genau wie die Japaner feiern auch die Südkoreaner den 14. Februar sowie den 14. März, der dort auch „White Day“ genannt wird. Darüber hinaus haben sie noch einen Tag eingeführt für diejenigen, die in keiner festen Beziehung sind und demnach keine Geschenke an einem der vorherigen Tage bekamen. Am 14. April, auch “Black Day” genannt, kommen sie zusammen, um Nudeln aus schwarzen Bohnen zu essen und ihr Liebesleben zu betrauern.

Finnland

In Finnland wird der Valentinstag weniger als ein romantischer Feiertag für Liebespaare, sondern viel mehr als ein Tag der Freundschaft gefeiert. Menschen, die sich in irgendeiner Form Nahe stehen, schenken sich dabei kleine Aufmerksamkeiten oder einfach Zeit miteinander. Um es etwas spannender zu gestalten, werden die Geschenke oft anonym verteilt.

Ganz egal, wie oder ob man den Tag feiert, über dieses Geschenk aus der Küche freut sich vermutlich jede Naschkatze – nicht nur an diesem Tag..

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Und damit weiter zu unserer selbstgemachten Süßigkeit…

Das Grundrezept für die Fruchtgummis besteht grundsätzlich aus Fruchtsaft bzw. –püree, einem Süßungsmittel wie Ahornsirup und Agar Agar.

Agar was? Agar Agar ist ein pflanzliches Geliermittel, das aus Meeresalgen gewonnen wird und in der veganen Küche als perfekter Ersatz für Gelatine tierischen Ursprungs gilt. In asiatischen Ländern, wie in Japan (dort übrigens Kanten genannt), wird Agar Agar vielseitig verwendet. Im Gegensatz dazu ist Gelatine vielen Asiaten kein Begriff. Die erste Anlaufstelle für diese Zutat sollte also ein Asia-Laden sein. Mittlerweile bieten aber auch einige Bio-Läden Agar Agar an – allerdings zu etwas höheren Preisen.

Erwähnenswert wäre wohl auch, dass das Geliermittel oft in verschiedenen Formen angeboten wird – meistens in Form von Pulver, Flocken oder dicken Fäden. Für dieses Rezept wird Agar Agar in Pulverform gebraucht.

Ergibt jeweils etwa 20-25 Fruchtgummis, je nach Größe

(1) Erdbeere

  • 50 g Erdbeeren* (gefroren oder frisch, s. Bemerkungen u.)
  • 60 ml Wasser
  • 1 EL Agar Agar
  • 1-2 EL Ahornsirup**
  • Optional: ein Spritzer Zitronensaft

(2) Cranberry

  • 60 ml Cranberry-Saft (oder irgendein anderer Fruchtsaft), 100% Saft
  • 60 ml Wasser
  • 1 EL Agar Agar
  • 1-2 EL Ahornsirup**
  • Optional: ein Spritzer Zitronensaft

(3) Cranberry-Mandelmilch (wie saure Fruchtgummis)

  • 2 cm einer Vanilleschote
  • 60 ml Cranberry-Saft
  • 60 ml Mandelmilch
  • 1 EL Agar Agar
  • 1 EL Ahornsirup

(4) Vanille-Mandelmilch (wie Jogurt-Fruchtgummis)

  • 2 cm einer Vanilleschote
  • 120 ml Mandelmilch
  • 1 EL Agar Agar
  • 2 EL Ahornsirup

Außerdem benötigt:

Irgendeine Art von (Pralinen-)Form. Mein Tipp: Aus Silikonförmchen lassen sich die Fruchtgummis sehr leicht heraus lösen, nachdem sie fest geworden sind.

Zubereitung (1)

  1. Die Erdbeeren zusammen mit dem Wasser entweder von Hand oder mit einem Mixer/ einer Küchenmaschine zu einem Brei pürieren. Anschließend durch ein feines Sieb, ein Käse- oder Küchentuch passieren, um sämtliche Kerne zu entfernen. Zusammen mit den anderen Zutaten in einem kleinen Topf vermengen. Sobald sich das Agar Agar komplett aufgelöst hat, die Masse zum kochen bringen. Dabei weiter rühren und für 1-2 Minuten blubbernd kochen lassen bis eine dickflüssige Masse entsteht.
  2. In die Förmchen füllen und etwa 30 Minuten im Kühlschrank fest werden lassen bis sie sich leicht aus der Form drücken lassen.
  3. Halt! Vor dem Auswaschen des Mixbehälters: Zuerst ein Glas Mandelmilch und etwas Zimt zu den Erdbeerresten im Mixer geben und einen unglaublich leckeren Erdbeer-Shake mixen. Diesen genießen während die Fruchtgummis fest werden. Erst dann abspülen…

Zubereitung (2)

  1. Einfach alle Zutaten in einem kleinen Topf gut vermischen. Sobald sich das Agar Agar komplett aufgelöst hat, die Masse zum kochen bringen. Dabei weiter rühren und für 1-2 Minuten blubbernd kochen lassen bis eine dickflüssige Masse entsteht.
  2. In die Förmchen füllen und etwa 30 Minuten im Kühlschrank fest werden lassen bis sie sich leicht aus der Form drücken lassen.

Zubereitung (3) & (4)

  1. Die Vanilleschote mit einem kleinen scharfen Messer längs aufschneiden und das Vanillemark herauskratzen. Mit all den anderen Zutaten in einem kleinen Topf gut vermischen. Sobald sich das Agar Agar komplett aufgelöst hat, die Masse zum kochen bringen. Dabei weiter rühren und für 1-2 Minuten blubbernd kochen lassen bis eine dickflüssige Masse entsteht.
  2. In die Förmchen füllen und etwa 30 Minuten im Kühlschrank fest werden lassen bis sie sich leicht aus der Form drücken lassen.

Bemerkungen:

*Gefrorene Erdbeeren über Nacht im Kühlschrank auftauen lassen. Keine Zeit? Dann in einem Topf erhitzen, aber vor der weiteren Verarbeitung unbedingt wieder abkühlen lassen.

**Richtige Naschkatzen sollten die Menge des gewählten Süßungsmittels vielleicht an den eigenen Geschmack anpassen.

Zusätzlicher Hinweis: In einer luftdichten Verpackung im Kühlschrank halten sich die Fruchtgummis etwa 1 Woche. Sie werden (und bleiben) zwar auch bei Raumtemperatur fest, aber nachdem sie nur aus frischen Zutaten ohne Konservierungsstoffe bestehen, gehe ich hier auf Nummer sicher.

Nach einigem Experimentieren sind das also meine Lieblings-Kombinationen geworden. Es gibt aber sicher viele weitere leckere Variationen. Ich werde es als nächstes wohl mit Mango oder sogar mit Kaffee versuchen.

Suchst Du nach weiteren Möglichkeiten diese tollen Förmchen zu nutzen? Oder ist Dir einfach eher nach Schokolade? Dann solltest Du Dir mein Rezept für diese köstlichen Pralinen nicht entgehen lassen.

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