Schmeckt nach…Thailand: Pad Thai mit Tofu und Pilzen | veganes Rezept

Eine Sache fällt vielen Reisenden in Thailand sofort auf: es gibt einfach immer und an jeder Ecke Essen. Das wiederum hat zur Folge, dass es keine nutzbaren Gehwege gibt. Das heißt, es gibt zwar welche und der ursprüngliche Zweck war vielleicht tatsächlich mal, darauf zu gehen – das interessiert zumindest heute aber keinen mehr. Zum Gehen muss man auf die Straße ausweichen, denn die Wege werden von Essensständen belagert. Der Überfluss an Essen ist übrigens auch der Grund dafür, dass Thailänder nicht wirklich zu Hause kochen. Selbst in dem abgelegensten Wohngebiet gibt es in der Nachbarschaft immer jemanden, der gut & gerne kocht und daraus ein kleines Business macht. Das (also kochen) können die wenigen Thailänder, die ihr Geld nicht mit der Zubereitung von Essen verdienen, nämlich meist gar nicht. Außerdem ist es oft viel günstiger essen zu gehen (Street Food, versteht sich). Nachdem Street Food in Deutschland eher untypisch sind – vor allem das thailändische – mache ich mir mein heiß geliebtes Pad Thai eben selbst. Zumal meine Mini-Küche ja auch Street Food Charakter hat ?
Die Zubereitung ist ganz einfach. Wichtig ist nur, dass alle Zutaten schon bereit stehen, wenn es an den Wok geht. Thailändisches Essen wird schnell, bei großer Hitze und unter häufigem Umrühren zubereitet. Die Zutaten gibt es bei uns im Asia-Laden, wenn nicht sogar im gut sortierten Supermarkt. Wenn kein Asia-Laden in der Nähe sein sollte, können die angegebenen Zutaten auch mit weniger exotischen ersetzt werden. Statt des chinesischen Schnittlauchs können auch einfach Frühlingszwiebeln oder sogar normaler Schnittlauch genommen werden. Für das Umami (den fünften Geschmack) könnte statt der fermentieren Sojapaste auch Miso sorgen; statt des Tamarindensaftes kann auch ein Essig für die Säure sorgen. Wer dann noch die Reisnudeln mit italienischen Tagliatelle ersetzt, hat am Ende zwar kein authentisches Pad Thai gekocht, aber womöglich eine japanisch-italienische Version davon. Auch nicht schlecht! Vielleicht…

Zutaten für die Nudeln (ergibt 2 Portionen)

  • 125 g breite Reisnudeln
  • 2-3 EL Bratöl
  • 1 Schalotte, klein gewürfelt
  • 2 Knoblauchzehen, fein gehackt
  • 150 g fester (gepresster) Tofu, klein gewürfelt
  • 100 g Shiitake Pilze, dünn geschnitten
  • 1 Bund chinesischer Schnittlauch (Knoblauch-Schnittlauch), alternativ: Frühlingszwiebeln, in ca. 3 cm lange Streifen geschnitten
  • 100 g Bohnensprossen
  • optional: 2 EL geröstete (ungesalzene) Erdnüsse, gehackt
  • optional: 1-2 Limetten, geviertelt

Zutaten für die Sauce

  • 1 EL fermentierte Sojapaste, alternativ: 1 1/2 TL Miso
  • 2-3 EL Tamarindensaft, alternativ: 2 EL (Reiswein-) Essig
  • 2 TL Tamari oder Sojasauce
  • optional: 1 EL Kokosblütenzucker oder Palmzucker
  • optional: 1/2 – 1 TL Chilliflocken, nach Geschmack

Zubereitung

  1. Zunächst die Reisnudeln etwa 45 Minuten in lauwarmem Wasser einweichen (Tipp: um endlos lange Nudeln zu vermeiden, zuvor ein paar mal brechen). Wenn’s schnell gehen muss: unter gelegentlichem Rühren in 6-8 Minuten in kochendem Wasser al dente kochen. Sobald die Nudeln al dente sind, abgießen und kalt abschrecken, damit sie nicht weiter garen.
  2. Für die Sauce sämtliche Zutaten mit 2 EL Wasser in einer Schüssel vermengen und beiseitestellen.
  3. In einem großen Wok/ einer großen Pfanne Schalotte und Knoblauch in etwas Öl anbraten. Tofu und Pilze mit 1 EL Tamari in den Wok geben und unter Rühren scharf anbraten. Etwas mehr Öl (ruhig großzügig) mit den Nudeln unterheben und gut vermengen. Anschließend mit der Sauce ablöschen und die Hitze runterdrehen. Falls nötig (wenn bereits komplett verdampft), noch etwas Wasser dazugeben. Zu guter Letzt Sprossen und Frühlingszwiebel unterheben, abschmecken und ggf. mit etwas Chili oder Limette nachwürzen.
  4. Mit Erdnüssen und einem Stück Limette direkt servieren.

Wenn Du jetzt noch Lust auf eine thailändische Nachspeise hast, solltest Du Dir das Rezept für Mango Sticky Rice mal anschauen.

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