Mexikos bestgehütete Geheimnis: Isla Holbox

Da es sehr viel über die Insel Holbox zu sagen gibt und ich gerne alle wichtigen Infos mit dir teilen will, kommt heute zunächst der erste Teil. Der zweite Teil mit Tipps zur Anreise, Unterkunft und noch mehr Wissenswertem folgt die Tage. Heute gibt es ein paar Worte zur Trauminsel und den möglichen Aktivitäten.
 
Kilometerlanger weißer Sandstrand, türkisblaues Meer, ein kunterbuntes Dorf und Mangrovenwälder: all das bietet die autofreie Insel Holbox im Norden der Halbinsel Yucatán (im Staat Quintana Roo). Ein Paradies für Ruhesuchende und Naturfreunde. Das hört sich eigentlich total untypisch für mich an, doch ein Entspannungsurlaub war diesmal genau das richtige. Obwohl sich die Insel unweit der Party- und Touristenhochburg Cancún befindet, ist der Vibe auf Holbox eher ruhig und entspannt. Die schicken High Heels weichen hier den Flip Flops oder man läuft gleich Barfuß. Ohne den Verkehr und der Hektik aus der Stadt, ist die Insel das Urlaubsparadies schlechthin – völlig egal, ob du low-budget unterwegs bist oder von einem luxuriösen Boutique-Hotel träumst. 
Der Name Holbox (sprich: Holbosch) stammt aus der Maya-Sprache und bedeutet „Schwarzes Loch“. Es heißt, der Name stammt von dem durch die Mangroven teilweise dunkel verfärbten Wasser in der Lagune Yalahau ab, die damals als Jungbrunnen galt. Die 10 km breite seichte Lagune trennt die Insel vom mexikanischen Festland und ist Heimat für Flamingos, Pelikane und andere Vogelarten. Die Insel Holbox ist nur 40 km lang und 1,5 km breit. Es gibt ein Dorf auf der Insel (mit demselben Namen), in dem es nicht mehr gibt als ein paar Restaurants, Mini-Märkte und einfache Wohnhäuser. Zentrum des Dorfes bildet der Hauptplatz (Plaza) mit seinen umliegenden Straßen. So wie auf anderen karibische Inseln gibt es auch hier keine asphaltierten Straßen, sie bestehen einfach aus weißem Sand. Deshalb kann man überall auch Barfuß rumlaufen. Neben den eigenen Füßen sind Hauptfortbewegungsmittel Golf Carts und Fahrräder. Auf der Insel begegnet man nur sehr wenigen Autos (oft nur Lieferwagen, die Waren oder Baumaterialen anliefern), einigen Carts (unter ihnen auch Taxen, die man auch hier per Handzeichen anhalten kann) und häufig Leguanen. Es gibt viele streunende Hunde, um die sich die Einwohner aber sehr gut kümmern – anders als z.B. auf Bali oder in Asien generell. 
Ursprünglich verdienten die Holboxaner ihren Lebensunterhalt mit dem Fischfang. Noch immer ist dies die Haupteinnahmequelle, mittlerweile gehört aber auch der Tourismus dazu. Hier wird gebaut, gekocht, massiert, Betten werden gemacht und Ausflüge, z.B. zu den Walhaien, organisiert. Noch wird Holbox als jungfräuliche Touristendestination gesehen, weil nur wenige Ausländer die Insel besuchen. Vor allem dank der längeren Anreise wurde die natürlich schöne Insel bisher weitestgehend vom Massentourismus verschont. Zugegeben, die Anreise ist vor allem für uns Europäer recht lang, da man von nach dem langen Flug nach Cancún noch ein paar Stunden mit Bus oder Auto nach Chiquila fahren und dort noch eine Fähre zur Insel nehmen muss. Die gute Nachricht: sobald man einmal auf der kleinen Insel ist, kommt man ganz einfach zu Fuß oder mit einem geliehenen Fahrrad herum.
Mit den vielen bunten Häuschen, dem dörflichen Charakter, den lachenden freundlichen Mexikanern und den unberührten Stränden lässt es sich hier gut aushalten. Hier ist die Welt noch in Ordnung – in mexikanisch gelassener Ordnung, versteht sich 😉 Die Menschen hier leben sehr einfach, was aber auch seine Kehrseite hat: mal gibt es einen Wasserrohrbruch und erstmal kein Wasser mehr oder aber das Internet ist sehr langsam und oft ganz down. Letzteres empfand ich allerdings als sehr angenehm, um eben wirklich mal eine Zeit lang offline zu sein. Die Frage ist nur, wie lange die Insel so “unberührt” bleibt…

Doing absolutely nothing

Die unangefochtene Nummer 1 der Aktivitäten auf Holbox: das Nichtstun. Auf Holbox nimmt es dir niemand übel, wenn du einfach mal absolut gar nichts machst. Viele Attraktionen, in dem Sinne, gibt es hier sowieso nicht. Wir haben uns ja auch bewusst gegen Sightseeing und für diese entspannte Insel entschieden. Holbox ist der perfekte Ort, um einfach mal einen Tag am Strand herumzuliegen. Wir haben es uns auch mal für ein paar Stunden auf einem Sofa, das aus einem Boot gefertigt wurde, im Casa de Tortugas gemütlich gemacht. Mit einem Buch in der einen und einem Kaffee in der anderen Hand lässt es sich hier wunderbar entspannen und auch der Service in dem familiengeführten Resort ist sehr gut. 

Strand & Meer

Im Norden bestimmen kilometerlange weiße Sandstrände die Landschaft. Jeder Strandabschnitt ist hier etwas anders, wobei der Strand fast durchgehend aus weißem, puderweichen Sand besteht und nur stellenweise mit Muscheln und Muschelkalk durchsetzt ist. Manche Hotels machen sich den Aufwand, den Sand in/ vor ihrem Beach Club zu sieben. Bei einem Spaziergang findet man am besten den für sich passenden Abschnitt. Hast du einen Platz gefunden, kannst du dich entweder direkt mit einem Handtuch in den Sand legen oder eine Liege in einem der Beach Clubs mieten. Wir haben uns an einigen Tagen für Letzteres entschieden, vor allem weil wir einen Sonnenschirm oder zumindest Palmen als Sonnenschutz wollten. Zwar war bei unserem Boutique-Hotel (im Dorf) die Nutzung eines Beach Resorts inklusive, das hatte jedoch zwei Nachteile: es war ziemlich weit weg vom Hotel (es gab zwar einen Shuttle, der fuhr aber nur einmal um 11 Uhr hin und abends um 18 Uhr wieder zurück) und der Sonnenschutz war mit den Sonnensegeln für uns nicht ausreichend. Außerdem mussten wir auch hier einen Mindestumsatz erfüllen. Am besten hat uns das Hotel Mawimbi, gleich der zweite Beach Club am Hauptstrand, gefallen. Hier zahlten wir 200 Mex$ (ca. 8 €) pro Tag und Liege und hatten sehr gemütliche Liegen mit Sonnenblende über dem Kopf, Schatten durch die vielen Palmen und Hängematten. In dem Club war es außerdem sehr ruhig und meiner Meinung nach ist hier der schönste Strandabschnitt. 
In dem ruhigen, türkisblauen Wasser fühlt man sich wie in einer warmen Badewanne. Wer hier schwimmen will, muss bei Ebbe weit in das abfallende Wasser hinaus wandern. Ein Problem am Strand auf Holbox sind die vielen täglich anschwemmenden Algen. Teilweise harken Hotelangestellte die Algen und transportieren sie mit Schubkarren ab. Das Meer ist trotz der vielen Algen am Strand kristallklar. Mir persönlich ist das immer noch lieber als der “Fake-Sand” in Cancún – trotz meiner empfindlichen Nase und dem teilweise starken Geruch des Seetangs. 
 
So schön es am Strand auch war (wunderschön!), spätestens am zweiten Tag war es dann soweit: das Lesen und Rumliegen am Strand wurde mir zu fad und wir suchten nach alternativen Aktivitäten. Allzu viele gibt es auf dieser Insel nicht – hier aber mal die, die wir während unseres 7-tägigen Aufenthalts unternommen haben:

Kanufahren 

Durch das türkisblaue Wasser paddeln und die Insel aus einer anderen Perspektive sehen: mit dieser Vorstellung machten wir uns auf die Suche nach einem Kanu-Verleih. Wir liehen uns das Paddelboot für 3 Stunden aus – genug Zeit um zur Isla de la Pasión und zurück zu paddeln und diese selbstständig zu erkunden. Auf der kleinen Insel erwartet einen ein Aussichtsturm und ein paar Vögel. Als ein paar Touristenboote ankamen, sind wir mit unserem Kanu wieder zurück gepaddelt und waren froh uns für die individuelle Erkundung entschieden zu haben. Wir hatten aber auch sehr viel Glück mit dem ruhigen Wasser. Bei Seegang ist dies wohl eher nicht empfehlenswert bzw. kommt man dann vermutlich gar nicht weit. Für die 3 Stunden haben wir letztendlich 500 Mex$ (ca. 20€) bezahlt, mussten diesen Preis allerdings erst aushandeln. Auch bei der dritten Verleihstation wurde uns gesagt, dass es 300 Mex$ (ca. 12 €) pro Stunde kosten würde und erst als wir weiterliefen, hielt uns die Mexikanerin auf und willigte ein. Auch, wenn sich auf Holbox nicht viel verhandeln lässt, bei den Kanus sollte man es auf jeden Fall probieren, vor allem wenn man vorhat es länger auszuleihen. 
Tipp: Am besten nur das Nötigste, wasserdicht verpackt auf das kleine Kanu mitnehmen. Wir hatten Wasser, Sonnencreme und Äpfel dabei. Mein Handy hatte ich außerdem in einer wasserdichten Tasche dabei.

Ausflug zum Punta Cocos (mit dem Fahrrad oder Golf Cart)

Der Strand am Punta Cocos ist ein Naturstrand mit Mangroven, Büschen und Sträuchern. Hier gibt es diverse Vogelarten wie Grau- und Silberreiher, Kormorane, Pelikane und Fregattvögel zu sehen. Außerdem kannst du hier wunderschöne Sonnenuntergänge bestaunen. Wir waren zweimal am Punta Coco: einmal bei Ebbe zum Sonnenuntergang und ein weiteres Mal bei Flut mitten am Tag. Ein Ausflug dorthin lohnt sich auf jeden Fall und wenn man sich zwischendurch verfährt, ist’s halb so wild. Im Gegenteil, so entdeckt man tolle Wege abseits ausgetretener Pfade. Um dorthin zu kommen, fährst du links am Flughafen die Avenida Damero geradeaus runter und biegst gleich nach dem kleinen Flughafen rechts ab. Wenn Du an bei einer Mülldeponie angekommen bist (wie wir), dann bist du zu weit gefahren. Bist Du wieder auf Kurs, bieg die zweite Straße links ab und fahr im geradeaus bis du schließlich am Meer ankommst. Im letzten Drittel der Straße zweigen mehrere Sandwege in den Mangrovenwald ab, die direkt zum Punta Cocos führen.
 
Tipp: Immer daran denken, ausreichend Wasser, Sonnencreme und Mückenschutz mitzunehmen, da es z.B. auf dem Weg zum Punta Cocos so gut wie keine Möglichkeiten gibt, etwas zu kaufen. 

Golf Cart ausleihen

Eigentlich ist ein Golf Cart zum Erkunden der Insel eher ungeeignet und ich würde nicht empfehlen, es einen ganzen Tag auszuleihen zumal das sehr teuer ist und man eh nicht weit kommt (in einer halben Stunde hast du die ganze Insel abgefahren). Stattdessen kommt man sehr gut mit einem Fahrrad überall hin (s. u.). Wir liehen uns dennoch ein Golf Cart bei „Rentadora El Brother“ aus und zahlten 750 Mex$ (ca. 30 €) für 4 Stunden. Wir taten dies eigentlich nur, um unser Gepäck von dem einen Hotel ins andere zu bringen und weil ich auch mal so ein Ding fahren wollte. Im Nachhinein hätten wir jedoch auch einfach ein Taxi nehmen können (wobei es schon ganz lustig war ;-)). Rund um den Plaza im Dorf gibt es einige Verleihstationen, deren Preise größenteils einheitlich sind (200 Mex$/ Stunde (ca. 8€)). Standardmäßig bieten die Carts Platz für vier Personen, zwei vorne und zwei auf der Rückbank. 
Tipp: Es gibt keine asphaltierten Straßen, du solltest beim Fahren also auf Schlaglöcher und bei Regen auch auf tiefen Matsch & Pfützen achten. Am Strand Golf Cart zu fahren ist verboten, was leider von vielen missachtet wird. 

Fahrrad ausleihen

Ein deutlich preiswerteres und meiner Meinung nach viel praktischeres Fortbewegungsmittel ist das Fahrrad. Das kannst du stundenweise oder auch für den ganzen Tag mieten (ab 20-30 Mex$/ Stunde (ca. 1€)). Direkt gegenüber unseres ersten Hotels im Dorf gibt es einen Fahrradverleih. Für 150 Mex$ (ca. 6 €) am Tag kann man sich hier ein einfaches City-Fahrrad leihen. Wir fragten, ob wir das Fahrrad auch eine halbe Stunde später (nach Ladenschluss) zurückbringen könnten, damit wir uns den Sonnenuntergang am Punta Cocos Strand noch ansehen könnten. Das war kein Problem und das Trinkgeld, das wir der Verleiherin bei der Rückgabe geben wollten, lehnte sie freundlich ab. Stattdessen fragte sie uns, wie der Sonnenuntergang war. 
Tipp: Grundsätzlich haben Fahrradfahrer und Fußgänger Vorfahrt, es lohnt sich aber dennoch vorausschauend zu fahren/ gehen. 

Natur / Wandern

Nachdem wir den Westen der Insel erkundet hatten, wollten wir auch bis zur Spitze im Nordosten laufen, zum Mosquito Beach. Wir sind aber leider nur bis zur Flussmündung (bei Cabo Catoche), an der nach rund 4 km des Holbox Strandabschnitts das Yum Balam Naturreservat beginnt, gekommen. Bei Ebbe kann man durch das Wasser, das dann wohl nur bis zur Hüfte geht, waten und weiter am 30 km langen unbebauten Naturstrand entlanglaufen. Als wir dort waren, war das Wasser jedoch höher. Wir hätten schwimmen müssen, was an sich kein Problem ist, jedoch hatten wir die Kamera und keinen wasserdichten Rucksack dabei. Stattdessen legten wir uns hier einfach hin und lauschten den vielen (sehr lauten) Vogelarten, die in den Mangrovenwälder heimisch sind. Dazu mussten wir erstmal ein Plätzchen finden, an dem nicht tote mit Sand bedeckte Fische lagen, die entweder von Vögeln herausgefischt oder einfach bei Ebbe gestrandet waren. Ich vermute Letzteres, weil sie so unversehrt aussahen. Nicht gerade eine schöne Vorstellung, aber hey auch das ist Natur. 
Wir sind früh morgens los, weil wir sowieso immer sehr früh wach waren. Das war super, weil wir lange Zeit fast alleine unterwegs waren und uns erst auf dem Rückweg ein paar Touristen begegneten, die sich erst auf den Weg zum Mosquitio Beach machten. Das frühe Aufstehen lohnt sich also auch hier. Mittlerweile bereue ich es jedoch etwas, dass wir nicht nochmal ohne Gepäck hingelaufen sind. Ich denke, es lohnt sich sehr.
Tipp: Über die Anschaffung eines wasserdichten Rucksacks nachdenken (wie wir spätestens nach diesem Urlaub). Der hätte sich auf dieser Insel nach der Kanufahrt nun schon zum zweiten Mal bewährt. Auch wasserfeste Schuhe sind praktisch. Wer auf schöne Fotos verzichten kann, kann natürlich auch nur mit einer Flasche Wasser bepackt loslaufen.
Auch in die andere Richtung (Südwesten) kannst du spazieren. Wir sind eines Abends mit dem Fahrrad bis zu einem Steg gefahren, wo wir die Räder abstellten und weiter am Strand liefen und teilweise durch das Wasser wateten – vorbei an toten Fischköpfen (#Natur) durch die Mangrovenwälder bis wir schließlich gegenüber der Isla de la Pasión nicht mehr weiterkamen. 

Tiere (Vögel, Reptilien, Waschbären) beobachten  

Neben Vögeln, die man hier überall sehen und hören kann, laufen einem auch ständig Reptilien über den Weg. Wenn man Glück hat, sieht man auch Waschbären in der freien Natur. Was auf dem Foto nur schwer zu erkennen ist: mittags am Strand verirrte sich ein Waschbär auf der Suche nach etwas Essbarem in den Bäumen vor dem Hotel/ Beach Club. Ich bemerkte ihn zunächst gar nicht, bis mich ein mit einer Kamera bewaffnetes italienisches Paar darauf aufmerksam machte. Philipp war gerade im Wasser und so versuchte ich noch schnell ein Beweisfoto zu schießen bevor der kleine Waschbär auch schon wieder über den Dächern verschwand. Es lohnt sich, die Augen und Ohren offen (und die Kamera bereit) zu halten.
Am Strand haben wir eine Möwe beim Fischfang beobachtet und in einem Video festgehalten. Dieses und mehr kurze Videos kannst du übrigens auf Instagram in meinen Story-Highlights anschauen.

Fotografieren

Eigentlich könnte man auf Holbox ununterbrochen durch eine Kameralinse schauen und alles, was einem vors Objektiv kommt, abknipsen. In der Bilderbuch-Kulisse kannst du richtig schöne Bilder machen. Es gibt an mehrere Stellen Schaukeln und Hängematten, die bei Flut nur wenige Zentimeter über dem Wasser schwingen. Über ihnen ist Holbox in bunten Buchstaben geschrieben. Wenn du eines der typischen Bilder in eine der Hängematten haben willst, solltest du morgens schon früh los bevor die anderen Urlauber auftauchen und das Licht noch so schön ist (Golden Hour). 

Street Art

Apropos Fotos machen, Holbox ist auch fern der Traumstrände wahnsinnig fotogen. Es gibt sehr viel Street Art, viele Häuser sind bunt angemalt und es scheint auch für Restaurants und Geschäfte üblich, Schilder von Hand zu malen. Auch beim Spaziergang durch die Straßen solltest du an die Kamera denken, denn du weisst nicht, was dich an der nächsten Ecke erwartet. 

Sonnenuntergang

Nicht nur zum Fotografieren, sondern vor allem auch zum Genießen würde ich das Bewundern des Sonnenuntergangs auf Holbox als Aktivität aufzählen. Am schönsten fanden wir es am Punta Cocos, weil es dort schön ruhig war. Hier kann man schöne Bilder zur Golden Hour machen oder die Bilderbuch-Aussicht in der ruhigen Natur, ganz ohne Musik und Menschenmassen einfach genießen. 

Was es sonst noch gibt:

Kitesurfing 

Wer sich im Kitesurfing ausprobieren will, kann das sehr gut auf der Insel machen, da die Konditionen (seichte Gewässer, keine großen Hindernisse am weiten Sandstrand) gerade für Anfänger nahezu ideal sind. Vor allem in den Wintermonaten gibt es viele windige Tage, die man mit professionellen Trainern beim Kiten verbringen kann. Der erste Tag, den wir auf der Insel verbrachten, war sehr windig, weshalb wir gleich super viele Kitesurfer im Wasser gesehen haben.

Bootstouren

Bootstouren kannst du oft im Hotel oder an einem der vielen Stände rund um den Plaza im Dorf buchen.

Walhaie

Die beliebteste Tour ist wohl die, bei der man mit Walhaien schwimmen und schnorcheln kann (tauchen ist nicht erlaubt). Diese Tour wird nur zur Saison zwischen Mitte Mai und Mitte September angeboten. Tatsächlich gibt es diese Möglichkeit nur in wenigen Teilen der Welt. Walhaie sind übrigens Plankton-Fresser und daher für den Menschen ungefährlich. Unter Wasser könnten dir bei der Tour auch Delfine und Mantas im Wasser begegnen. Die Bootstouren werden von Einheimischen (oftmals Fischern) durchgeführt, die nach eigenen Angaben darauf achten, dass nicht zu viele Boote auf einmal in einem Gebiet unterwegs sind und immer nur eine begrenzte Anzahl Menschen gleichzeitig im Wasser ist. In gewissem Maße tun sie das sicherlich, allerdings wohl in erster Linie, um die Walhaie nicht zu vertreiben (und sich damit das Geschäft zu vermiesen). Eigentlich hatte ich auch vor, das nächste Mal zur Walhai-Saison nach Holbox zu reisen. Inzwischen habe ich aber auch schon gelesen, dass es bereits eine Massenabfertigung der vielen Touristen ist und ich kann mir nicht vorstellen, dass dies eine gute Erfahrung sein soll – weder für den Menschen noch für das Tier. Nachdem ich es aber selber nicht gemacht habe, kann ich nicht wirklich darüber urteilen. Vielleicht mag jemand seine Erfahrung in den Kommentaren teilen?

Drei-Insel-Tour

Es gibt noch weitere Bootstouren zum Schnorcheln, Tauchen oder auf einen Fischerausflug. Eine weitere beliebte Tour scheint die Drei-Insel-Tour zu sein, die ebenfalls von einheimischen Fischern durchgeführt wird. Die Tour dauert in der Regel drei Stunden und kostet 300 Mex$ (ca. 12 €) pro Person. Sie führt zur Isla Pájaros, zur Isla de la Pasión, wo du im Juni und Juli beste Chancen hast, Flamingos zu sehen, sowie zum Baden zur Lagune von Yalahau. Nachdem wir im März auf Holbox waren und damit keine Aussicht auf Flamingos hatte, entschieden wir uns dafür, selbständig mit einem Kanu zur Isla de la Pasión zu paddeln (s. o.). 
 
Ja, auch das ist Holbox. Für noch mehr Impressionen schau auf meinem Instagram-Profil vorbei, wo ich die Story-Highlights (kurze Videos) gespeichert habe.

Im zweiten Teil des Beitrags über Holbox werde ich dir alle Tipps zum Thema Unterkunft, Essen & Ausgehen und noch mehr Wissenswertes geben. Wenn du jetzt Lust auf mexikanisches Essen bekommen hast, schau in der Zwischenzeit doch mal hier vorbei.

Weitere Informationen

Zeit: Die Zeitverschiebung bzw. die aktuelle Uhrzeit gibt’s hier

Visum: Deutsche Touristen und Geschäftsreisende benötigen für eine Aufenthaltsdauer bis zu 180 Tagen kein vorher eingeholtes Visum (Gleiches gilt für Staatsangehörige von EU-Ländern und Schengener-Staaten, sowie den USA, Japan & Kanada). Bei der Einreise am Flughafen oder andere Grenzübergangsstellen bekommt man eine Touristenkarte (“FMM”), die bei Grenzübertritt gestempelt wird. Unbedingt auf den Gültigkeitszeitraum, der auf der Karte eingetragen wird, achten, um spätere Verlängerungen zu vermeiden. Die Touristenkarte muss bei der Ausreise vorgelegt werden. Mehr Infos dazu gibt’s auf der Seite des Auswärtigen Amtes. Infos für Inhaber anderer Pässe gibt’s z.B. auf der Seite der mexikanischen Botschaft in Deutschland.

Geld: MXN/ Mexikanischer Peso (Mex$) – den aktuellen Wechselkurs zu Euro gibt’s hier

In Mexiko herrscht Rechtsverkehr.

Wichtige Feiertage

  • Año Nuevo (Neujahrstag): 01. Januar
  • Día de Reyes (Heilige drei Könige): 06. Januar
  • Natalicio de Benito Juarez (Geburtstag von Benito Juarez, mex. Präsident): 21.März
  • Jueves Santo (Gründonnerstag): März
  • Viernes Santo (Karfreitag): März
  • Día del Trabajo (Tag der Arbeit): 01. Mai
  • El Cinco de Mayo (Jahrestag der Schlacht von Puebla): 05. Mai
  • Día de la Independencia (Unabhängigkeitstag): 16. September
  • Días de los Muertos (Tage der Toten): 01.-02. November
  • Aniversario de Revolución Mexicana (Tag der Revolution): 20. November
  • Nuestra Señora de Guadalupe (Tag der Jungfrau der Guadalupe): 12. Dezember
  • Navidad (Weihnachten): 25. Dezember

Trinkgeld: In Restaurants sind 10-15 % üblich, wenn eine Servicegebühr nicht schon in der Rechnung ausgewiesen ist (“propina”), Taxifahrer erwarten nur bei Extra-Service Trinkgeld, Kleine Gefälligkeiten (z.B. Parkplatz- oder Tankwarte) sind normalerweise mit 5-10 Mex$ abgegolten.

Gründung: Mexiko: 16. September 1810 / Holbox: 1854

Einwohner: Mexiko: 125 Mio. / Holbox: ~1.500

Einwohner pro km²: Mexiko: 62 EW/ km² (zum Vergleich, Deutschland: 230 EW/ km²), Holbox: 27 EW/ km²

Fläche: Mexiko: 1.964.000 km² / Holbox: 56 km²

Landes- und Amtssprache: Spanisch

Bei unserer Ankunft war es sehr windig und recht frisch. Die nächsten fünf Tage hatte wir durchgehend gutes Wetter mit tagsüber 29° C. An unserem Abreisetag war es wieder sehr windig.

Klimamäßig die angenehmsten Reisemonate sind November bis April, da in dieser Zeit angenehme Temperaturen von 19 °C (min) bis 30 °C (max) herrschen und es nur wenige Regentage gibt. Im September & Oktober gibt es die meisten Regentage. Von Ende Mai bis September/ Oktober ist es sehr heiß (vor allem in den Monaten Juli & August) und starke Gewitter und Tropenstürme sind zwischen August und Oktober keine Seltenheit. In der Regenzeit treten auch vermehrt Moskitos und Sandfliegen auf – ein gutes Mückenschutzmittel ist hier also Pflicht, aber auch in den anderen Monaten empfehlenswert. Die Wassertemperatur ist ganzjährig eher Badewannen mit 25 °C – 29 °C.

Wer allerdings Walhaie sehen möchte, sollte zwischen Mitte Mai und September nach Holbox reisen. Die besten Chancen Flamingos zu sehen, hast du im Juni & Juli.

Allgemein

The Holboxeño: https://the.holboxeno.com

Flights: https://www.flights-holbox.com

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