Kartoffelknödel mit Cranberry-Sauce | vegane Kartoffelklöße

Heute gibt’s ein Rezept nach meiner Mutter. Nein, nicht weil sie Knödelkönigin ist (gibt es die neben der Bierkönigin überhaupt?), sondern deutsch-amerikanisch – genauso wie diese köstliche Kombination aus bayrischen Kartoffelknödeln und very American Cranberry-Sauce. Nachdem meine Mutter Königin in vielen anderen Bereichen, aber sicher nicht in der Küche ist, habe ich mir die Zubereitung beider Gerichte selbst beigebracht. Dabei dachte ich immer, es wäre viel zu aufwendig Kartoffelknödel selber zu machen. Dieses Rezept ist aber ganz einfach, da ich mich auf das Wesentliche beschränke: Kartoffeln, Stärke, Salz und Muskatnuss. Das ist alles!
Zu den deftigen Kartoffelknödeln gibt es bei mir eine süße Cranberry-Sauce. Zugegeben, eine süße Sauce ist – ähnlich wie Preiselbeersauce – nicht jedermanns Geschmack. Wer lieber eine vegane Bratensauce dazu hätte, findet hierzu bestimmt zahlreiche Rezepte im Netz. Ich habe noch kein Rezept einer Bratensauce so kreieren können, dass ich sie guten Gewissens teilen würde. Zumal ich glaube, dass man mir die gemimte Begeisterung auch in Textform sofort anmerken würde. Aber noch bin ich am Tüfteln…
UPDATE: Inzwischen gibt es ein Rezept für vegane Bratensauce – es war viel einfacher als gedacht und schmeckt richtig authentisch.
vegane Bratensauce gravy vegan
Was aber obligatorisch dazu gehört: Kraut. Irgendwas muss ja als typisch deutsches Klischee herhalten… Ob nun sauer, blau oder rot ist wiederum Geschmackssache. Ich esse dazu am liebsten dieses Blaukraut. Und dann wäre da noch der Braten. In traditionellen bayrischen Wirtshäusern wird zu Knödeln jegliche Art von Fleisch serviert. Wir lassen dem Schwein heute aber mal seine Haxen und servieren diesen unfassbar guten Linsenbraten dazu.

Kartoffelknödel

Rotkohl Knödel vegan

Zutaten

  • 800 g mehlige Kartoffeln
  • 80 g Stärke, z.B. Tapioka- oder Kartoffelstärke (bei mir: Tapioka)
  • 1TL Salz
  • Abrieb einer Muskatnuss
  • 1 Bund Petersilie zum Garnieren

Zubereitung

  1. Die Kartoffeln schälen, grob würfeln und in ca. 20 Minuten gar kochen. Aus dem Wasser nehmen und kalt abschrecken, das Kartoffelwasser noch nicht wegschütten.
  2. Die abgekühlten Kartoffeln mit einer Kartoffelpresse oder einem -stampfer zerdrücken. Etwa 1-2 EL des Kartoffelwassers zusammen mit der Stärke, Salz und etwas geriebener Muskatnuss zu den Kartoffeln geben und alles gut verkneten. Für beste Ergebnisse die Kartoffelmasse für eine halbe Stunde in den Kühlschrank stellen.
  3. Einen Topf mit ausreichend Wasser und einem TL Salz zum Kochen bringen. Währenddessen mit feuchten Händen golfballgroße Klöße aus der Kartoffelmasse formen.
  4. Sobald das Wasser kocht, die Platte runterschalten, sodass das Wasser nur noch siedet. Die Klöße in das siedende Wasser geben und etwa 15 Minuten, oder bis sie oben schwimmen, bei kleinster Hitze gar ziehen lassen (das Wasser sollte dabei nicht kochen).
  5. Die Kartoffelknödel mit Petersilie garnieren und warm servieren.

Die Kartoffelknödel können auch bis zum 3. Schritt vorbereitet werden und bis zur servierfertigen Zubereitung im Kühlschrank aufbewahrt werden.

Cranberry-Sauce

Zutaten

  • 100 ml Wasser
  • 50 ml Orangensaft
  • 50 g Kokosblütenzucker (oder anderes Süßungsmittel)
  • 200 g frische Cranberries*
  • Optional: ca. 1 TL Abrieb einer unbehandelten Orange
  • Optional: 1 Spritzer Zitrone

Zubereitung

  1. Wasser und Orangensaft in einem kleinen Topf zusammen mit dem Zucker aufkochen.
  2. Sobald sich der Zucker aufgelöst hat, die Cranberries dazu geben und etwa 10 Minuten auf niedriger Stufe köcheln lassen. Dabei regelmäßig umrühren und bei Bedarf mit einer Gabel zerdrücken (vorsichtig: die Beeren können richtig aufploppen).
  3. Orangenschale und Zitronensaft dazugeben, abschmecken und ggf. noch etwas süßen.

Anmerkung: *Frische Cranberries gibt es in Deutschland mittlerweile auch in vielen Supermärkten. Ansonsten können auch gefrorene Beeren verwendet werden.
Was mir (leider erst) gerade auffällt: Zu der Cranberry-Sauce würden auch die gewürzten Pekannüsse gut passen. Ich stell mir das gerade jedenfalls richtig gut vor und werde hoffentlich beim nächsten mal daran denken!
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